Installer mit Qt Installer Framework


Was ist wenn man bestrebt ist Software für verschiedene Plattformen zu entwickeln ? Für die Entwicklung ist  das Qt-Framwork einen gute Wahl. Mit diesem Framework lassen sich Programme für die Plattformen Windows, Linux und selbstverständlich auch für OS X entwickeln. Das ist eine gute Lösung. Was ist aber mit dem Installationsprogramm ?

Aufwändige Lösungen

Wir können es natürlich perfekt machen. Jeder der oben genannten Plattformen stellt einen eigenen nativen Installer zur Verfügung. Für Windows ist es der Microsoft Installer, Nullsoft Installer und Inno Setup. Für Linux ist je nach Dialekt entweder ein Debian oder ein RPM Paket. Diese Lösungen sind selbstverständlich die besten für die jeweiligen System. Das liegt daran weil diese Programme oder Pakete speziell für diese Plattformen entwickelt wurden. Aus diesem Grund sind die auch am besten in die Systeme integriert.

Der Aufwand wird dadurch sowohl beim Lernen, wie auch bei der Paket Entwicklung riesig. Die Unterschiede zwischen diesen Systemen ist doch sehr groß. Obwohl OpenSuSE, Ubuntu und OS X irgendwie zu einer Familie gehören.

Die Qt Lösung

Es gibt aber zum Glück eine einfachere Lösung. Von dem Qt Projekt wird ein Installer Framework angeboten. Diese Framework wird und kann genau wie das Qt Framework für die wichtigsten Systeme verwendet werden. Wir, als Entwickler, können mit diesem Framework leicht Setup-Programme zur Verfügung stellen. Es muss nicht viel über die verschiedenen Systeme gelernt werden. Voraussetzung ist eine bestimmte Verzeichnis-Struktur und zwei Konfigurations-Dateien.

QtIFW_Directory_Layout
Verzeichnis Struktur für Qt Installer Framework

Das oben gezeigte Projekt ist ein Offline Projekt. Bei Offline Projekten sind alle Dateien in dem Installationspaket. Das Framework stellt auch die Möglichkeit für Online Pakete zur Verfügung. Bei Online Paketen müssen nur relativ kleine Setup’s zur Verfügung gestellt werden. Die eigentlichen Programme und Daten werden bei der Installation heruntergeladen. Noch eine Anmerkung zu der Größe des Installationspakets. Die mit dem Qt Installer Framework erzeugten Pakete sind recht groß. Aber Platz ist heute kein Problem mehr. Außerdem macht die Möglichkeit Online Installer zur Verfügung zu stellen das Größenproblem Wett.

Mit der Befehlszeile:
"~/Qt/QtIFW-1.3.0/bin/binarycreator --offline-only -c config/config.xml -p packages Setup"
lässt sich das Paket auf dem Mac erzeugen. Voraussetzung ist das QtIFW Paket in der Version 1.3.0 wurde mit den Standardeinstellungen installiert.

Bei dem Test der Installation wird aber schreckliches passieren. Der Installer stürzt ab. Hier wurde vom Hersteller etwas vergessen. In dem Installer muss eine NIB-Datei sein. Diese wird leider bei der Erzeugung  des Pakets nicht in dieses integriert.

Aber das ist kein Problem mit dieser Befehlszeile ist das leicht nachzuholen:
cp -R ~/Qt/QtIFW-1.3.0/Uninstaller.app/Contents/Resources/qt_menu.nib Setup.app/Contents/Resources

Viel Spaß mit dem Qt Installer Framework.

OS X Installationspakete erzeugen


Hier wird gezeigt wie einfach es ist mit dem Mac Installationspakete zu erzeugen.


Für Anwender ist es immer angenehmer ein Installationspaket zu haben. Das ist immer ein besseres Gefühl als irgendetwas irgendwohin zu kopieren.

Üblicherweise werden die Programme für den Mac als DMG angeboten. In diesen Disk Images sind dann die APPS versteckt. Die Installation des Programms ist dann auch ganz einfach. Mit der linken Maustaste das Programm-Icon packen und über dem Programm Ordner loslassen. Dadurch wird die Anwendung in das Programmverzeichnis kopiert und kann dort ab sofort gestartet werden. In vielen der DMG’s ist zusätzlich zu den Programmen auch eine Verknüpfung zu dem Programm-Verzeichnis vorhanden.

Wenn man selbst Programme schreibt muss man also einfach ein Disk Image erzeugen und kann dieses zum Download zur Verfügung stellen. Das ist recht einfach.

Hier die Anleitung

  1. Ein Diskimage erstellen.
    Das kann am einfachsten mit dem GUI-Tool „Festplattendienstprogramm“ aus dem Ordner „Dienstprogramme“ bewerkstelligt werden.
    Einfach dieses Programm starten und aus der Toolbar „Neues Image“ wählen…
    Alternativ kann das Image auch mit dem Kommandozeilenwerkzeug „hdiutil“ erzeugt werden. Im dem geöffnetem Terminal erzeugt der Befehl „hdiutil create -size 10m /tmp/tmp.dmg -ov -fs HFS+“ ein neues Image mit dem Namen „tmp.dmg“ in dem „/tmp“ Ordner. Die maximale Größe ist in diesem Beispiel 10MB.
  2. Das Image mounten (anklicken)
    Das klingt kompliziert ist aber einfach. Ich hier davon aus das Image ist in dem „/tmp“ Ordner. Im Finder mit „Gehe zu“ in den „/tmp“ Ordner wechseln und mit einem Doppelklick das Diskimage öffnen. Dadurch wird das Laufwerkssymbol auf dem Desktop angezeigt und lässt sich in dem Finder Fenster direkt anwählen.
  3. Mit Xcode ein install generieren lassen.
    XCode hat auch ein Kommandozeilenwerkzeug. Dieses wird jetzt benötigt. Mit „xcodebuild“ erzeugen wir jetzt ein zur Installation vorgesehene Version unseres Projektes. Dafür brauchen wir das Terminal und müssen in das Verzeichnis wechseln in dem unser Projekt zu Hause ist. Mit dem Befehl „xcodebuild clean install“ räumen wir zuerst auf, danach wir ein neues komplettes Build durchgeführt. Das Ergebnis landet aber diesesmal nicht in den tiefen des Library-Verzeichnisses sondern in „/tmp“. Da sind wir bereits im Finder. Durch den Aufruf von xcodebuild wurde hier ein neues Verzeichnis erzeugt. Dieses Verzeichnis trägt den Namen des Projekts mit dem Anhang „.dst“. In diesem Verzeichnis finden wir unsere für den nächsten Schritt benötigten Dateien.
  4. Das Programm in das Image kopieren.
    In dem oben genannten Verzeichnis existiert ein Unterordner. Dieser hat den nicht sehr überraschenden Namen „Applications“. Alles was hier zu finden ist muss in das neue Diskimage kopiert werden. Zusätzlich könnten hierher noch eine Versionshistorie und die Lizenzinformationen landen.
  5. Einen symbolischen Link auf das Programmverzeichnis generieren.
    Da wir die Vorgänge für unsere Anwender so einfach wie möglich gestalten wollen stellen wir noch einen Link zu dem Anwendungen Verzeichnis zur Verfügung. Jetzt kommen wir aber ohne die  Kommandozeile nicht mehr weiter. Zuerst müssen wir in das Diskimage wechseln. Da funktioniert über den Befehl „cd /Volumes/„. Da wir keinen Namen vergeben hatten lautet dieser bei uns „untitled“. Jetzt könnten wir kurz und knackig den symbolischen Link erzeugen. Dafür geben wir in die Befehlszeile: „ln -s /Applications Applications“ ein.
  6. Kopieren ins Projektverzeichnis
    Alles was in dem Verzeichnis „/tmp“ steht lebt nur bis zum nächsten Reboot. Deswegen müssen wir unser neues Werk als letzten Schritt noch in das Projektverzeichnis oder anders Verzeichnis unserer Wahl kopieren.
  7. Abschluß
    Das war alles. Jetzt haben wir ein fertiges professionell aussehenden Paket zur Installation unseres Programms erzeugt. Dieses Paket können wir schön verbreiten.